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Nach verschiedenen Berichten alter Musiker bestand bis zum Jahre 1929 eine gemeinsame Musikkapelle Oberalm-Puch. Im Volksmund wurde sie die ‚Davidei-Musi' genannt. Dieser Name kam vom damaligen Probelokal, beim ‚Davidei', einem Bauerngut in Puch. Die Leitung dieser Kapelle hatten als letzte Kplm. Franz Gimpl (Davidei) und danach Kplm. Fiedler.

Im Jahre 1930 kam es zu einer Trennung und damit zur Gründung einer eigenen Oberalmer Ortsmusikkapelle. Diese wurde von dem rührigen Friseur- und Chormeister Martin Emberger aufgestellt. Sie bestand sowohl aus Musikern von Oberalm als auch aus Aushilfen von Nachbargemeinden. Mit der Eingemeindung von Oberalm nach Hallein und dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurden alle Vereine und damit auch die damalige Musikkapelle aufgelöst und die Instrumente beschlagnahmt. Grund für diese merkwürdige Maßnahme dürfte u. a. die Absicht gewesen sein, ein neues, größeres Musikkorps in Bezirksrahmen aufzustellen, doch kam es durch die nachfolgenden Ereignisse nicht mehr dazu.

Im Jahre 1945 konnte vorerst in der Nachbargemeinde Adnet mit heimgekehrten Musikern wieder eine Ortsmusikkapelle aufgebaut werden, der sich auch die Musikkameraden aus Oberalm anschlossen. Doch unser Ort war noch immer ohne eine Kapelle, deshalb wurden zu den verschiedenen Feierlichkeiten fallweise die Kapellen von Adnet, Puch, Hallein, Krispl oder auch die Knappenmusik vom Dürrnberg gebeten. Diese dauernde Abhängigkeit war trotz des Verständnisses und des Entgegenkommens der Nachbarn auf die Dauer nicht angenehm, und auch in der Bevölkerung wurde immer mehr der Wunsch nach einer eigenen ‚Musik' rege, waren ja inzwischen 25 Jahre vergangen, dass Oberalm ohne eine eigene Kapelle war!

Nun gingen einige beherzte Männer daran, eine Neugründung zu vollziehen. Es waren dies in erster Linie der späterer Obmann Vinzenz Knoll und der als Kapellmeister vorgesehene Johann Göllner; dazu kamen die Brüder Alfred und Fritz Knoll, die zu dieser Zeit bei der Bürgergardemusik Hallein mitspielten. Im Jänner des Jahres 1964 beschlossen diese vier, noch weitere Männer, vor allem Oberalmer Blasmusiker, für ihr Vorhaben zu gewinnen. Im Laufe der nächsten Monate stieg die Zahl der Interessierten bereits auf acht an; die ersten Proben fanden im Wohnzimmer des Vinzenz Knoll statt. Bei einer Versammlung am 10. März desselben Jahres kam es dann zur offiziellen Gründung, und am 1. August erfolgte die Anmeldung bei der Bezirkshauptmannschaft Hallein unter dem Namen ‚Trachtenmusikkapelle Oberalm'.

Das größte Problem war aber noch zu bewältigen: die Beschaffung der Instrumente; bisher hatte man mit eigenen aber auch auf ausgeliehenen gespielt. Da nun der Mitgliederstand immer mehr anstieg und auch an die Heranbildung junger Nachwuchsmusiker gedacht werden musste, konnte es nicht mehr so weitergehen. Doch die Finanzierung war schwierig! Die junge Vereinigung verfügte über keine Mittel, und auch die Gemeindevertretung, die nach einer Aussprache zwar ihre grundsätzliche Bereitschaft zur Unterstützung zugesagt hatte, konnte zu dieser Zeit nicht an die sofortige Bezahlung der Instrumente denken. In dieser Lage erklärten sich die Gemeinderäte Ing. Ernst Klimitsch und Leopold Winkler bereit, das Geld für den Ankauf vorzustrecken. Damit war die Finanzierung zum größten Teil gesichert, und so konnte im Herbst des Jahres 1964 die neue Ortskapelle bereits den ‚Altentag' musikalisch umrahmen; allerdings geschah dies noch in Zivilkleidung, und auch die folgenden Ausrückungen gingen noch gleichermaßen vor sich. Trotz dieser äußeren Umstände wurde jedoch die Probenarbeit mit viel Fleiß und Eifer weitergeführt, und am Stephanitag 1964 gab es zur Freude der Bevölkerung das erste Weihnachtskonzert. Am 9. Jänner 1965 fand dann die erste Jahreshauptversammlung statt; zum Obmann wurde Vinzenz Knoll gewählt und als Kapellmeister Johann Göllner bestellt.

Ein großer Tag war darauf der 25. April 1965: es erfolgte die Weihe de Instrumente und die Einkleidung der Musiker. Man hatte sich an die alte Marktbürgertracht aus unserer Umgebung gehalten, so wie sie u. a. auf einem Bilde in der Kapelle zu St. Margarethen bei Vigaun zu sehen ist. Nun war unsere Musikkapelle imstande, bei allen Feiern auch entsprechend in Erscheinung zu treten. Dies bewies sie bald nicht nur bei örtlichen Veranstaltungen, sondern auch bei zahlreichen Einladungen und Reisen ins In- und Ausland, nach Garmisch-Partenkirchen, Mödling, Hermagor, Dörfles bei Coburg, Siegen in Westfalen u. a. m. Überall errang sie viel Beifall.

Im September 1965 übernahm Erich Rethmeier die organisatorische Leitung der Musikkapelle in seiner Eigenschaft als neuer Obmann. Als Stabführer war bis Mai 1966 Josef Dietmann tätig; er besaß eine entsprechende militärische Qualifikation hiefür; als sein Nachfolger wurde Albert Straßgschwandtner (vom ‚Bleam') bestellt. Im Dezember 1969 legte im Zuge etlicher anderer personeller Veränderungen Kplm. Johann Göllner sein Amt nieder, und in der darauffolgenden Jahreshauptversammlung wurde Leopold Ernstbrunner, der bisher Stellvertreter war, zum neuen Kapellmeister bestellt.

 

1974: Die TMK-Oberalm feiert ihr 10-jähriges Bestandsjubiläum. Der Musikeraktivstand ist von 8 auf 36 angewachsen.

1980: Umbau der alten Feuerwehrzeugstätte zum neuen Musikheim.

1981: Einweihung des neuen Musikheimes. Der Proberaum mit ca. 80 m² war für damals der größte im Tennengau. Er wurde von vielen anderen Musikkapellen besichtigt und bestaunt.

1989: 25jähriges Bestandsjubiläum mit einem Sternmarsch der Tennengauer Musikkapellen.

1990: Bei der Jahreshauptversammlung wurde Florian Tiefenbacher zum neuen Kapellmeister bestellt und Johann Holztrattner zum neuen Obmann gewählt.

2000: Bei der Jahreshauptversammlung Anfang Februar wurde Gebhard Egger zum neuen Obmann gewählt.

2001: Bei der Jahreshauptversammlung wurde Armin Keuschnigg jun. zum neuen Kapellmeister bestellt.

2004: Im Mai erfolgte der Spatenstich für den Bau des neuen Gemeindezentrum. Es wird als Mehrzweckgebäude errichtet, zur Unterbringung einiger Oberalmer Vereine. Die TMK-Oberalm bekommt dadurch ein neues "Zuhause". Das ist das schönste Geschenk zum 40jährigen Bestandsjubiläum welches in diesem Jahr gefeiert wird.

2005: Einweihung des neuen Gemeindezentrum mit einer Festwoche vom 18. - 25. September. Die erste offizielle Probe im neuen Proberaum hatten wir am 15. Juli.

2006: Bei der Jahreshauptversammlung am 22.01.2006 wurde Michael Ernstbrunner zum neuen Obmann gewählt.

2007: Am 01.04.2007 wurde in der Aula der VS Oberalm zum Abschlusskonzert der Projekttage "Hochkultur trifft Volkskultur" eingeladen. Unter der musikalischen Leitung von Matthias Schorn (deutsch. Symphonieorchester Berlin, ab 9/2007 Wiener Philharmoniker) präsentierten die Musiker/Innen der TMK Oberalm einem begeisterten Publikum ein anspruchvolles sowie beschwingtes Programm, das an zwei Tagen mit renommierten Solisten aus namhaften Orchestern einstudiert wurde
Am 13. Mai fand das Muttertagskonzert erstmals im neuen Turnsaal der Landwirtschaftsschule Winklhof statt. Das Konzert, vor ca. 400 Zuhörern, war ein voller Erfolg.

2008: Der international bekannte Soloklarinettist Matthias Schorn (Wiener Philharmoniker), sowie Kapellmeister Armin Keuschnigg, veranstalteten am 15. und 16. März 2008 zum zweiten Mal das Oberalmer Holzbläserprojekt. Gemäß dem Motto "Volkskultur trifft Hochkultur" wurden wiederum renommierte Musikdozenten und Solisten eingeladen, die mit Mitgliedern der Trachtenmusikkapelle Oberalm anspruchsvolle Musikliteratur erarbeiten konnten. In Einzel-, Register- und Orchesterproben wurde ein Konzertprogramm einstudiert, welches am Abend des 16. März 2008 einem begeisterten Publikum dargeboten wurde.

2009: Vom 1. Bis 5. April 2009 fand in Oberalm erstmals das Festival "PalmKlang" statt. Intendant Matthias Schorn (Wiener Philharmoniker) und Kapellmeister Armin Keuschnigg konnten als Hauptorganisatoren zahlreiche Künstler von Rang und Namen für diese Veranstaltung engagieren. Das Programm von PalmKlang war ebenso vielfältig wie gelungen: Neue Musik von Alban Berg, Friedrich Gulda und Kurt Weill begeisterten das Publikum ebenso wie Schuberts Winterreise oder der grandiose Eröffnungsabend mit Literatur und Musik. Als einer der Höhepunkte entpuppten sich die beiden Konzerte mit Burgschauspieler Frank Hoffmann in der Rolle des Sprechers. Die Besucherzahlen übertrafen alle Erwartungen: mit 1700 Musikliebhabern aus dem ganzen Tennengau und der Stadt Salzburg waren alle sechs Konzerte restlos ausverkauft.
Beim Landeskonzertwertungsspiel in Oberalm vom 24.-25. Oktober 2009 erspielte die TMK Oberalm in der Konzertwertung der Stufe C 88,25 Punkte und stellte somit Ihr musikalisches Können wieder unter Beweis.

2010: Musikalische Mitgestaltung der Hochzeit von Matthias Schorn (Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker) am 17. Juli 2010. Am 15. November 2010 hatte die TMK-Oberalm die große Ehre den F1-Weltmeister Sebastian Vettel vor dem Hangar 7 am Salzburger Flughafen musikalisch zu empfangen.

2011Mitwirkung beim 1. „Woodstock der Blasmusik“ am 1. Juli in Kopfing OÖ. Festspieleröffnung „Musicircus“ in der Stadt Salzburg am 24. Juli

2012Empfang von Felix Baumgartner vor dem Hangar 7 am 26. Oktober nach dem geglückten Sprung aus 38.969 Metern.

2014: Mitgestaltung bei der Installation des neuen Erzbischof Dr. Franz Lackner vor dem Salzburger Dom bzw. auf dem Residenzplatz am 12. Jänner
4.-7. September 2014: 50-jähriges Bestandsjubiläum mit 4-tägigem Festzelt und TennenGaufest der Volkskultur in Oberalm. Unter anderem Herbert Pixner Project, Faltenradio, Innviertler Wadlbeisser, OPUS, Alpski Kvintet/Die Alpenoberkrainer und MaChlast begeisterten das Publikum.

2015:Bei der Generalversammlung am 08. Februar 2015 wurde Dionys Ebner jun. und Johannes Hofstätter als Kapellmeister einstimmig gewählt. Die offizielle Taktstockübergabe wurde anlässlich des traditionellen Muttertagskonzertes durchgeführt. Am 14. Juli 2015 hatte die TMK-Oberalm die große Ehre das Begräbnis von Gerd Bacher (ehem. Generalintendant des ORF) am Wiener Zentralfriedhof mitzugestalten. Beim Marschmusikwettbewerb in Scheffau am 10.Oktober erreichte die TMK-Oberalm 89,55 Punkte. Teilnahme am 17. Landesmusikfest in Meran von 17. bis 18. Oktober. Beim Marschmusikwettbewerb am Samstag den 17. Oktober wurden stolze 90,70 Punkte erreicht.